Warum wurde die Bürgerinitiative gegründet?

Die Firma M+S Transport aus Stuhr hat beim Landkreis Verden ein Raumordnungsverfahren zur Genehmigung eines Sandabbaus in Achim-Embsen an der Ortsgrenze zu Oyten gestellt. Das betroffene Areal ist ca. 43 ha groß. Es handelt sich um landwirtschaftlich genutzte Fläche. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Erholungsgebiet „Oyter See“ und ein als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenes Feuchtbiotop, das kürzlich durch umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen aufgewertet wurde.

Rund um das betroffene Areal liegt eine dichte Wohnbebauung, hier leben ca. 6000 Menschen. Nach den Plänen des Investors M+S Transport soll das Abbaugebiet bis auf 100m an vorhandene Wohnhäuser grenzen. Die Abfuhr der gewonnenen Sände soll einen Umfang von täglich ca. 50 beladenen LKW’s haben, d.h. mindestens 100 Fahrten. Die Gefährdung insbesondere der Schulkinder, die in diesem Bereich zur Schule nach Achim unterwegs sind, ist kaum vorstellbar und nicht hinzunehmen. Ebenso die erwartete hohe Belastung durch Lärm, Staub, Abgasen, etc. Theoretisch können Grundwasserveränderungen und ggf. dadurch entstehende Geländeabsenkungen und Schäden an Wohnhäusern als Folge auftreten.

Um zu verhindern, dass den Bürgern in Embsen und Oyten-Süd unzumutbare Zustände aufgezwungen werden, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das Verwaltungsverfahren beim Landkreis Verden in dieser Sache kritisch zu begleiten und wo immer möglich Einfluss zu nehmen.

Auch die Stadt Achim und die Gemeinde Oyten haben sich in jeweils einstimmigen Ratsbeschlüssen gegen einen Sandabbau in dieser Region ausgesprochen. Leider haben die Kommunalpolitiker in dieser Sache kein Mitspracherecht, denn es handelt sich nur um ein Verwaltungsverfahren, das in der Zuständigkeit des Landkreises Verden liegt.